Mehr Stellplätze im Stadtberg födern nachhaltig den KFZ-Verkehr in der Stadt

Gehzeuge MönchsberggarageDer geplante Ausbau der Mönchsberggaragen im direkten Salzburger Stadtzentrum um zusätzliche 650 Stellplätze steht im direkten Widerspruch zum im städtischen Verkehrsleitbild festgehaltenen Bestreben, den Anteil des Individualverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen langfristig zu reduzieren. In keinem Fall darf die ohnehin schon sehr hohe Attraktivität des individuellen Pendelverkehrs per Auto in oder durch die Stadt mit zusätzlichen Parkmöglichkeiten mitten im Zentrum weiter gesteigert werden.

 

Wir wünschen uns stattdessen einen langfristigen Verkehrsfahrplan im Sinne der Bevölkerung für die Salzburger Innenstadt. Dieser sollte eine generelle Verkehrsberuhigung der Altstadt zwischen Mönchsberg und Salzach und eine sukzessive Verlagerung der Parkmöglichkeiten vom Zentrum in die Außenbezirke der Stadt vorsehen. Durch öffentlichen Nahverkehr auf bevorzugten Trassen können die Menschen den Weg ins Zentrum schneller als bisher bewältigen, angezogen von der gesteigerten Attraktivität einer verkehrsberuhigten Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Nicht mehr benötigte Parkplätze in der Innenstadt können in der Folge rückgebaut und freiwerdende Flächen als Parks oder öffentliche Plätze umgewidmet werden.

 

fairkehr steht für einen gesunden Mix aller VerkehrsteilnehmerInnen. Bei 50% KFZ-Anteil am Modal Split bleibt heute schon relativ wenig Raum für den Umweltverbund (Öffis, Rad- & Fußverkehr). Was mit dem Ausbau der Mönchsberggarage erzielt wird, ist eine massive und praktisch irreversible Begünstigung des ohnehin schon überbordenden KFZ-Verkehrs, die eine Attraktivierung anderer Verkehrsformen noch schwerer werden lässt.

 

fairkehr tritt grundsätzlich für zentrale Parkmöglichkeiten ein. Dass sich diese jedoch abseits der Innenstadtgrenzen befinden und durch getaktete Park&Ride Systeme angebunden sein müssen, scheint in unseren Augen unausweichlich, wenn das Ziel einer langfristig stark autoreduzierten Innenstadt ernsthaft angestrebt werden soll.

 
 

Ein sechsköpfiges Team bildet ab sofort die Vereinsspitze

Mit Ende des Jahres präsentiert sich der Vorstand des Vereins fairkehr mit neuen motivierten Gesichtern. Ausgestattet mit einem Mix aus kreativen Ideen und fachlicher Expertise, startet der Verein mit einem sechsköpfigen Vorstandsteam ins neue Jahr.

 

fairkehr Vorstand

6 Köpfe für neue Energien und Ideen

Den neuen Vorstand bilden neben Lukas Uitz, der bisher gemeinsam mit Erik Schnaitl den Verein führte, ab sofort Ferdinand Hofer, Timo Kessler, Marlene Fuchs, Tobias Hofer und Duy Le Pham, wobei Lukas Uitz und Ferdinand Hofer als Sprecher fungieren. Als Auftakt organisierte das neue Team am 30. November den „Kauf Nix Tag“, bei dem Lebensmittel aus dem Müll u.a. von einem Nikolaus verschenkt wurden und damit aktionistisch unser Konsumverhalten hinterfragt wurde.

Weiterlesen: fairkehr präsentiert neuen Vorstand

 
 

An 3 Standorten würde Müll verteilt und zum Nachdenken angeregt

IMG 4284 kleinAuch heuer veranstaltete fairkehr gemeinsam mit Südwind und der ÖH den internationalen Kauf Nix Tag. Dabei verschenkten wir öffentlich an 3 Standorten (Platzl, Hanuschplatz, Stadtbibliothek) Lebensmittel, die für den Müll bestimmt waren und tags zuvor in Unmengen daraus gerettet wurden. Ziel war eine Diskussion über eine andere Art des Wirtschaftens und eine verantwortliche Nutzung von Ressourcen.


>> Viele Fotos vom Kauf Nix Tag<<

Download Flyer

 

Ein Highlight der heurigen Aktionen zum Kauf Nix Tag stellte der erstmalige Besuch eines "Müll-Nikolos" dar, der aus einer mit weggeworfenen Lebensmitteln gefüllten Mülltonne Gaben an PassantInnen verteilte. Die Reaktionen gingen dabei stark auseinander. Anfängliche Freude über den Nikolaus, der jedem was Leckeres bringt, wandelte sich bei so mancher Person in leichte Verstörtheit. Wo bringt der Nikolaus sonst schon Lebensmittel aus der Mülltonne? Vor allem freuten sich aber die Kinder über die Gaben, auch wenn es sich anstatt eine Schokolade "nur" um ein Stück Brot, eine Banane oder ein Joghurt handelte. Die Wirkung war die selbe.


Weiterlesen: 30.11.: Müll-Nikolo verteilte Gaben am Kauf Nix Tag

 
 

Zum zweiten mal brachte fairkehr den weltweiten Aktionstag nach Salzburg

IMG 3138 kleinDer PARKing Day weist auf die Begrenztheit des öffentlichen Raums hin. Autoverkehr und Parkplätze stehen in direkter Konkurrenz zu mehr Grünflächen, Spielplätzen, Sitzgelegenheiten und anderen gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen. Durch das Umgestalten einiger einzelner Parkplätze zu Oasen des Lebens wurde am PARKing Day sichtbar, welche Lebensqualität möglich wird, wenn Autoraum zu Lebensraum umgestaltet wird.


>> Hintergründe und Standorte <<
Download Programmfolder 2013

Weiterlesen: 20.9.: PARKing Day brachte wieder Grün ins Grau

 
 

Ein fairkehrtes Geburtstagsfest mit einem Platz für Menschen statt für Autos

Plakat Robert Jungk Platz Begrünung2013 wäre der Salzburger Robert Jungk - einer der ersten Zukunftsforscher - 100 Jahre alt geworden. Rund um seinen Geburtstag gestalteten wir den nach ihm benannten Platz - eine heute zugeparkte Asphaltwüste im Herzen der Stadt Salzburg - für mehrere Tage in fairkehr-Manier zu einer grünen Oase um, u.a. mit 350m² Rollrasen. BesucherInnen und PassantInnen waren zum Verweilen, Begegnen, Wohlfühlen eingeladen und zum Nachdenken über die Zukunft unserer öffentlichen Räume und einer zukunftsfähigen Mobilität angeregt.


Bilder auf unserer facebook-Seite


Der Platz befindet sich in der Gabelung Giselakai/Imbergstraße vor dem Haus Corso und wurde 2001 von der Stadt Salzburg zum Robert-Jungk-Platz ernannt. Beim Anblick des bis auf den letzten Meter mit Autos zugestellten öffentlichen Platzes kommt es einem doch sehr befremdend und ironisch vorkommen, dass er gleichzeitig den Namen eines international bekannten Vertreters der Umweltbewegung trägt. Nicht zuletzt deshalb laden wir dazu ein, Robert Jungk zu seinem Geburtstag diese Ehre auf dem verlegten Rasen anstatt auf einem Autoparkplatz zuteil werden zu lassen.
Mehr Infos auf www.robertjungk100.org
Robert-Jungk Duologie klein

Platz für Menschen statt für Autos

 
 

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