fairkehr zur Kontrollamtsprüfung

Kontrollamt stellte weitgehend ordnungsgemäße Vereinsstrukturen, sauberes Rechnungswesen und vereinbarungsgemäße Leistungserbringung bei Beauftragungen durch die Stadt fest. Vorstand arbeitete 80-90% der Zeit ehrenamtlich. “In-Sich-Geschäfte” erfolgten korrekt.

Auf Beschluss des Kontrollausschusses der Stadt Salzburg vom 27. Jänner 2014 wurde der Verein fairkehr in Hinblick auf Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft, insbesondere auch dahingehend, inwieweit die Subventionsrichtlinien der Stadt vom Verein eingehalten wurden. Der Prüfbericht liegt nun vor (download).

Obwohl der Verein erst seit 2013 Subventionen erhält und damit formell nur ab diesem Zeitpunkt prüfpflichtig gewesen wäre, war es fairkehr-Sprecher Lukas Uitz ein explizites Anliegen, den Prüfzeitraum bis zum Jahr 2009 auszudehnen, um größtmögliche Transparenz gewährleisten zu können.

Rechnungs- und Gebarungsprüfung:
Das Kontrollamt nahm somit Einsicht in die komplette Buchführung des Vereins in den Jahren 2009 bis 2013. Die Rechnungs- und Gebarungsprüfung ergab u.a., dass

  • “die Buchführung dem für die Vereinsgröße vorgesehenen Standard in Form einer Einnahmenund Ausgabenrechnung entspricht”
  • “die Rechnungen im Wesentlichen korrekt ausgeführt und auch abgelegt” wurden
  • Jahresbudgets, Rechnungsabschlüsse und Rechnungsprüfungen für den Prüfzeitraum vorliegen und korrekt vorgenommen und protokolliert wurden
  • bei In-Sich-Geschäften durchwegs Zustimmungserklärungen durch mindestens ein anderes Vorstandsmitglied eingeholt wurden und sie damit rechtlich zulässig waren
  • es sich bei In-Sich-Geschäften von Vorstandsmitgliedern um Aufwandsentschädigungen “für die Mitarbeit und Organisation bei Vereinsaktivitäten und für einen konkreten Zeitraum handelte und nicht für die Vorstandsfunktion als solche”. Die Vorstandsmitglieder leisteten 80-90% der dokumentierten Arbeitszeit ehrenamtlich, was aus den detaillierten Stundenlisten und Honorarnoten hervorgehe.

Vereinsstruktur:
Das Kontrollamt stellte fest, dass zur Beschlussfassung von Statutenänderungen oder Budgetbeschlüssen Zustimmungen der Generalversammlung fehlten. Allerdings wird festgestellt: “Aufgrund der geringen Mitgliederzahl bestand bis 2012 Personenidentität zwischen Vorstand und Generalversammlung.” Damit kamen Vorstandsbeschlüsse zu Statutenänderungen und jährlich vorgenommenen Budget- und Rechnungsabschlüssen faktisch korrekt zustande, da sie denen einer Generalversammlung gleich kamen.

Beauftragungen durch die Stadt:
Seit 2013 gewährt die Stadt Salzburg dem Verein Subventionen in Höhe von 10.000€ pro Jahr und hat sich der Verein den Subventionsrichtlinien der Stadt unterworfen. Bis dahin stellten die Mittel ein Leistungsentgelt für konkrete Aufträge dar, etwa die Durchführung des fairkehrten Fests und ähnlicher Aktionen zur Bewusstseinsbildung. Während das Kontrollamt zu Beginn der Prüfung noch die Ansicht vertrat, dass es sich dabei bereits um Subventionen hätte handeln müssen, korrigierte es diese Sichtweise und stellt nun im Prüfbericht fest: “Die wesentlichen Leistungen hat der Verein nachweislich vereinbarungsgemäß erbracht.” Dass nicht immer alles 1:1 wie im Auftragsschreiben erfolgen konnte, verglich selbst der Kontrollamtsleiter Maximilian Tischler mit Baustellen, bei welchen auch nach Baubeginn häufig noch kleineren Änderungen vollzogen werden müssten. Als Leistungsnachweis genügten der Stadt stets die Auflistung und Dokumentation der erbrachten Aktivitäten.

Finanzierung des Vereins:
EinnahmenDer Verein finanzierte seine Aktivitäten im Prüfzeitraum lediglich zu einem Viertel aus Geldern der Stadt Salzburg. Knapp ein Drittel wurden durch Spenden und Sponsorings, ein weiteres Viertel aus Landes- und Bundesmitteln lukriert. Dagegen erfolgte der Großteil der Aktivitäten des Vereins in der Stadt Salzburg und wurden somit mehrheitlich nicht durch die Stadt finanziert.

Vorstandsgehälter:
Im Prüfzeitraum finden sich mehrmalig sogenannte In-Sich-Geschäfte, bei denen der Verein Honorare an Vorstandsmitglieder ausbezahlte. Diese Gehälter wurden für die zeitintensive Arbeit rund um die Organisation der fairkehr Veranstaltungen – insbesondere des fairkehrten Fests – ausbezahlt, welche häufig das Ausmaß eines Vollzeitjobs annahm. Diesen Aufwandsentschädigung standen pro Jahr und Person zum Teil über 1.000 dokumentierte Arbeitsstunden gegenüber, wovon rund 80% ehrenamtlich geleistet wurden.

Über den Zeitraum von fünf Jahren bezahlte der Verein ca. 28.500€ an die Vorstandsmitglieder Erik Schnaitl und Lukas Uitz aus, welche die Vereinsaktivitäten koordinierten, also im Schnitt 2.750€ pro Jahr und Person. Angesichts dieses Betrags und der geleisteten Stunden kann schwer von einer persönlichen Bereicherung oder gar eines Deckmantels für die Beschäftigung der Vereinsfunktionäre die Rede sein.

Extreme Sparsamkeit bei fairkehr Aktionen:
Im Prüfbericht wird sehr detailiert auf die einzelnen fairkehr Aktivitäten und deren Finanzierung eingegangen wird, wobei bei letzterer die ausbezahlten Vorstandshonorare besonders hervorgehoben werden und in ein schiefes Licht gestellt werden. Durch die bloße Erwähnung wird der Anschein eines Deckmantels für die Beschäftigung der Vereinsfunktionäre erweckt.

Was jedoch nirgendwo eine Erwähnung findet, ist die extreme Sparsamkeit, die der Verein bei seinen Aktivitäten stets an den Tag legt. Dass sich eine Veranstaltung in der Größenordnung des fairkehrten Fests finanziell auch in komplett anderen Sphären bewegen kann, wenn sie nicht durch die überwiegend ehrenamtliche Arbeit vieler getragen würde, sollte der Stadt bewusst sein und wurde uns auch vonseiten des Amts für Stadtplanung bestätigt. Demnach kostete eine ähnliche, jedoch nur halbtägige Veranstaltung 2014 in der Faberstraße die Stadt ca. 15.000€, ein Grillfest in Schallmoos fast 10.000€, wogegen die 10.000€ als Jahresförderungen/-subventionen für fairkehr relativ überschaubar wirken, wenn man sie den dafür erbrachten Leistungen gegenübergestellt.

fairkehr auf fluxFM

Kürzlich hat FluxFM einen Radiobetrag von Annette Jensen über fairkehr gesendet. FluxFM ist ein junger Berliner Sender und hat ein Format, welches Geschichten vom guten Umgang mit der Welt bringt. futurZwei hat unseren Verein und unsere Aktivitäten in einer Folge vorgestellt.

wer uns noch nicht kennt, kann das nun über den futurzwei podcast tun.

oder gleich deren website besuchen.
futurzwei

Salzburger Verkehrstage

12ISVTlogo

Derzeit finden wieder die Salzburger Verkehrstage statt, welche von der Zeitschirft “Regionale Schienen” als Hauptveranstalter durchgeführt werden. Die dreitägige Konferenz versucht Kunden, Anbieter und politische Entscheidungsträger_Innen an einen Tisch zu bekommen, um moderne Verkehrskonzepte zu entwickeln, welche den hohen Ansprüchen der Menschen an eine vielfältige Mobilität gerecht werden.

fairkehr ist bei den Verkehrstagen über die Salzburger Verkehrsplattform indirekt mitbeteiligt und hat dieses Jahr mit einer Begrüssungsaktion auf sich aufmerksam gemacht. Es wurden mit Hilfe von massstabsgetreuen Piktogrammen von unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln (Auto, Lastenrad, Öffis, zu Fuss), welche im Eingangsbereich auf den Boden geklebt wurden, auf den Platzverbrauch sowie die Vor- und Nachteile aufmerksam gemacht. Dazu gabs eine Einladung und Aufforderung zu einer gesünderen Mobilität mittels Apfelgeschenken.

Programm der Salzburger Verkehrstage

Webseite der Salzburger Verkehrstage

 

PARKing Day am 19.9.2014

Beispielfoto Greencity MünchenAm 19. September veranstaltet der Verein fairkehr zum dritten mal den PARKing Day in der Stadt Salzburg. Dieser internationale Aktionstag wird jährlich in über 100 Städten weltweit begangen.

fairkehr möchte damit den Parkplatz und seine Auswirkungen auf unser Mobilitätsverhalten ins Rampenlicht stellen und auf die Begrenztheit des öffentlichen Raums hinweisen. Durch das temporäre Umgestalten einzelner Parkplätze wird am PARKing Day sichtbar, welche Lebensqualität gewonnen werden kann, wenn Parkplätze reduziert werden und dass es sich dabei keineswegs um einen Verzicht handeln muss. Auf 15 Parkplätzen werden verschiedene Aktivitäten angeboten:

  • Spiele-Parkplatz - Brettspiele, 3D-Puzzle uvm.
  • Kreativ-Werkstatt mit den Kinderfreunden
  • Gehzeug - Wieviel Platz braucht ein Auto
  • DIY-Fahrradwerkstatt - Selber Reparieren mit Anleitung
  • Saftpresse - Mach dein eigenes Obst zu Saft
  • Rasenfahrzeug - Das fairkehrte Auto
  • GEA-Lounge - Angenehmes Sitzvergnügen
  • Keramik-Maleck - Keramik selbst bemalen
  • Gratis Umarmung - Lass dich umarmen
  • Stroh im Kopf? - Entspannung, Spiel und Geist
  • Live Musik - Musikgenuss statt Parkverdruss
  • Workshops - 15 Uhr: Yoga, 16 Uhr: Trommeln
  • „PlatzPARKs“ - grüne Park-Oasen inmitten urbaner Brachflächen. 10m² Freiraum, um auf Rasen, Parkbank oder im Liegestuhl dem Alltagsstress zu ent­fliehen und den Straßenraum aus neuem Blickwinkel zu erleben.

fairkehr lädt am PARKing Day dazu ein, die temporåren Grünoasen in Anspruch zu nehmen, zu erleben und vielleicht über den (Un)Sinn unserer innerstädtischen Raumaufteilung nachzudenken..

Kommt vorbei und seht euch an, was man mit Kreativität aus grauen Parkplätzen in der Innenstadt so alles anstellen und verändern kann.

Wir freuen uns auf euch!Zierleiste_ParkingDay

Worte zum fairkehrten Fest in Nonntal

Offener Brief an die BewohnerInnen der Nonntaler Haupstraße und Gäste am fairkehrten Fest

FairkehrtesFest2014_Tag1-130Am 21. u. 22. Juni haben wir gemeinsam die Nonntaler Hauptstraße zum Blühen gebracht. Über 15.000 BesucherInnen flanierten durch die radikal umgestalteten Straßen und konnten in ihr dadurch ungewohnte Qualität erfahren. Einen Ausführlichen Bericht mit vielen Bildern und Video findet sich hier.

Die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung haben wir nicht zuletzt der fruchtenden Kooperation mit den ansässigen Betrieben und den vielen Privatpersonen zu verdanken, die uns mit dem Verzicht auf die zahlreichen Parkplätze die Nutzung dieser erst ermöglichten. Auch das Umparken der PKW bis Samstag Morgen hat wunderbar funktioniert. Dafür möchten wir uns bei ihnen ausdrücklich bedanken.

Ein lebendiges Fest wie das fairkehrte Fest stößt nicht bei allen nur auf Wohlgefallen. Daher möchten wir uns auch bei all jenen bedanken, die sich eventuell durch die Lautstärke beim Auf- und Abbau irritiert gefühlt haben und trotzdem von einer Beschwerde abgesehen haben. Danke für Ihr Verständnis!

Am Samstag und am Sonntag konnten wir uns eindrucksvoll zeigen, wieviel Charm und Potential in Ihrer schönen Straße liegt. Wir haben demonstriert, wie Rasen statt Autos Begegnungs- und Freiräume für Menschen schafft und uns damit daran erinnert, dass Lebensqualität durchaus vor unserer Haustüre liegen kann, wenn wir den Raum zugunsten der Menschen und nicht vorwiegend zugunsten des mobilisierten Individualverkehrs gestalten. Wir haben auch gesehen, dass die Gestaltung der Straßen durchaus in unseren Händen liegen kann, wenn man an die Beteiligung vieler AnwohnerInnen denkt.

Aus diesen Überlegungen heraus sehen wir uns als handlungsfähige Individuen mit einigen Fragen konfrontiert:

  • Welche Qualitäten bietet meine Straße für Begegnungs- und Freiräume?
  • In welcher Form können diese Qualitäten umgesetzt werden und welche Ressourcen bietet das für ein wertvolles Zusammenleben?
  • Wo könnten in meiner Straße offene Räume geschaffen werden und bin ich bereit, die Konsequenzen in Form reduzierter Parkmöglichkeiten zu akzeptieren?

Wir wünschen Ihnen interessante Gedanken, spannende Nachbarschaftsgespräche und freuen uns als gemeinnütziger, überparteilicher Verein über Ihre Rückmeldung und die eine oder andere finanzielle Unterstützung für unsere Art der Bewusstseinsarbeit. Infos hier

Lukas Uitz
für das fairkehr-Team

fairkehrtes Fest brachte Nonntal zum Blühen

Ein Wochenende mit ca. 15.000 BesucherInnen, das den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Da wo sich sonst ein parkendes Auto nach dem anderen reiht, FußgängerInnen und RadfahrerInnen sich mit AutofahrerInnen um den befahrbaren Platz in der schmalen Straße ringen, hielt am Wochenende des 21. & 22. Juni 2014 das fairkehrte Fest Einzug, um den Charm und die Qualitäten der alten Nonntaler Hauptstraße für die Menschen sichtbar und erlebbar zu machen.

Den ganzen Bericht und Videos gibts hier zu lesen und anzuschauen.

 

fairkehrtes Fest wandert ins Nonntal

Parkbänke statt Parkplätze, Wiese statt Asphalt, Musik statt Lärm. Der Verein fairkehr macht am 21./22. Juni die alte Nonntaler Hauptstraße zur grünen Wohlfühlzone.

 

fairkehrtesFestAnkuendigungAm kommenden Wochenende findet in Salzburg zum bereits sechsten Mal das fairkehrte Fest statt. Nach Elisabeth-Vorstadt, Mülln, Lehen und Schallmoos begrünt der Verein fairkehr in Zusammenarbeit mit der Stadt Salzburg erstmals das Nonntal. Dabei werden Straßen, die normal stark vom Autoverkehr belastet sind, in atmende Orte der Begegnung und des sozialen und gesellschaftlichen Austauschs verwandelt. Als Stilmittel dienen echter Rollrasen, Parkbänke, Strohballen und Sträucher. Kinderspielflächen, Schanigärten, Infoständen und ein reichhaltiges Kulturprogramm mit zahlreichen lokalen KünstlerInnen für Jung und Alt runden das Fest ab. Auch die Sonntagsmesse findet bei Schönwetter auf der Wiese vor der Erhardkirche statt (10 Uhr)

Durch das vorübergehende Weglassen des motorisierten Verkehrs soll bewusst gemacht werden, welcher Gewinn entstehen kann, wenn das Auto aus unserem gesellschaftlichen Mittelpunkt rückt und eine untergeordnetere Rolle einnimmt.Der Verein fairkehr veranstaltet das Fest heuer erstmals in der alten Nonntaler Hauptstraße statt. Man bleibt damit dem Motto treu, jedes Jahr eine andere Straße zu bespielen.

Einmal mehr lädt fairkehr also zum Neu-Erleben einer stark vom Auto besetzten Straße ein, für die eine Metamorphose hin zu einer dauerhaften Lebensader durchaus möglich wäre.

Infos zum Fest, Ort und Programm

 

 

 

Standpunkt Mönchsberggarage

Mehr Stellplätze im Stadtberg födern nachhaltig den KFZ-Verkehr in der Stadt

Der geplante Ausbau der Mönchsberggaragen im direkten Salzburger Stadtzentrum um zusätzliche 650 Stellplätze steht im direkten Widerspruch zum im städtischen Verkehrsleitbild festgehaltenen Bestreben, den Anteil des Individualverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen langfristig zu reduzieren. In keinem Fall darf die ohnehin schon sehr hohe Attraktivität des individuellen Pendelverkehrs per Auto in oder durch die Stadt mit zusätzlichen Parkmöglichkeiten mitten im Zentrum weiter gesteigert werden.

Mönchsberggarage.jpgWir wünschen uns stattdessen einen langfristigen Verkehrsfahrplan im Sinne der Bevölkerung für die Salzburger Innenstadt. Dieser sollte eine generelle Verkehrsberuhigung der Altstadt zwischen Mönchsberg und Salzach und eine sukzessive Verlagerung der Parkmöglichkeiten vom Zentrum in die Außenbezirke der Stadt vorsehen. Durch öffentlichen Nahverkehr auf bevorzugten Trassen können die Menschen den Weg ins Zentrum schneller als bisher bewältigen, angezogen von der gesteigerten Attraktivität einer verkehrsberuhigten Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Nicht mehr benötigte Parkplätze in der Innenstadt können in der Folge rückgebaut und freiwerdende Flächen als Parks oder öffentliche Plätze umgewidmet werden.

fairkehr steht für einen gesunden Mix aller VerkehrsteilnehmerInnen. Bei 50% KFZ-Anteil am Modal Split bleibt heute schon relativ wenig Raum für den Umweltverbund (Öffis, Rad- & Fußverkehr). Was mit dem Ausbau der Mönchsberggarage erzielt wird, ist eine massive und praktisch irreversible Begünstigung des ohnehin schon überbordenden KFZ-Verkehrs, die eine Attraktivierung anderer Verkehrsformen noch schwerer werden lässt.

 fairkehr tritt grundsätzlich für zentrale Parkmöglichkeiten ein. Dass sich diese jedoch abseits der Innenstadtgrenzen befinden und durch getaktete Park&Ride Systeme angebunden sein müssen, scheint in unseren Augen unausweichlich, wenn das Ziel einer langfristig stark autoreduzierten Innenstadt ernsthaft angestrebt werden soll.

fairkehr bekommt neuen Vorstand

Ein sechsköpfiges Team bildet ab sofort die Vereinsspitze

Mit Ende des Jahres präsentiert sich der Vorstand des Vereins fairkehr mit neuen motivierten Gesichtern. Ausgestattet mit einem Mix aus kreativen Ideen und fachlicher Expertise, startet der Verein mit einem sechsköpfigen Vorstandsteam ins neue Jahr.

fairkehr_Vorstand

6 Köpfe für neue Energien und Ideen

Den neuen Vorstand bilden neben Lukas Uitz, der bisher gemeinsam mit Erik Schnaitl den Verein führte, ab sofort Ferdinand Hofer, Timo Kessler, Marlene Fuchs, Tobias Hofer und Duy Le Pham, wobei Lukas Uitz und Ferdinand Hofer als Sprecher fungieren. Als Auftakt organisierte das neue Team am 30. November den „Kauf Nix Tag“, bei dem Lebensmittel aus dem Müll u.a. von einem Nikolaus verschenkt wurden und damit aktionistisch unser Konsumverhalten hinterfragt wurde.

Lukas Uitz zur Vorstandserweiterung: „Ein größeres Team bedeutet auch einen größeren Ideen-Pool und viel neues Potential für zukünftige Aktionen.“ Der Verein wird weiterhin seinen Schwerpunkt auf verkehrspolitische Bewusstseinsbildung mit Interventionen im öffentlichen Raum kombiniert mit der Teilhabe am politischen Diskurs setzen.

„Wir sind alle voller Tatendrang und zuversichtlich, auch in Zukunft mit kritischen aber sympathischen Aktionen für öffentliches Aufsehen zu sorgen und damit der häufig trockenen Mobilitäts-Debatte frischen Wind zu verleihen.“ sagt Ferdinand Hofer, der sich in der Vergangenheit u.a. bei der Aktion „Offener Steg“ für die Freihaltung des Überfuhrstegs eingesetzt hat.

Erik Schnaitl zieht sich aus Vorstand zurück

Erik_privatNicht länger Teil des fairkehr-Vorstands ist unser langjähriger Wegbereiter und Vereinsgründer Erik Schnaitl. Er zieht sich in den Hintergrund zurück: „Die Aufbaujahre für fairkehr sind vorüber, der Verein hat sich parteiunabhängig und ganzheitlich in der Öffentlichkeit positioniert. Bei dieser spannenden Entwicklung maßgeblich mitgewirkt zu haben, war mir eine Freude und Ehre. Nun darf es neue Impulse im Verein geben, mit neuen “frischen” Menschen. Dafür mache ich Platz und verabschiede mich aus dem Vereinsvorstand um auf der “normalen” Vereinsmitgliederbank Platz zu nehmen.“