Alternativen Lastentransport stärker fördern

fairkehr veranstaltet am 22. November die „3. Salzburger Lastenradparade“ – heuer u.a. mit Live-Musik und Fahrradwerkstatt. Der Verein demonstriert damit die Vielfalt, die mittlerweile am Markt für Lastenfahrräder und –anhänger vorherrscht, fordert aber auch eine verbesserte Förderung im Bundesland Salzburg.

2012_Lastenradparade-002Aus Radhauptstädten wie Amsterdam oder Kopenhagen sind sie nicht mehr wegzudenken. Für sie werden vor vielen Supermärkten eigene Abstellplätze ausgewiesen. Im Salzburger Verkehrsalltag dagegen können sogenannte Lastenfahrräder bislang höchstens als exotische Randerscheinung betrachtet werden. Dennoch kann auch hierzulande ein steigendes Interesse an diesen umweltfreundlichen Transportgefährten verfolgt werden.

Fördermöglichkeiten – fairkehr fordert Verbesserungen

Eine große Hürde beim Kauf eines Lastenfahrrads ist der Preis. Mit 1500€ Anschaffungskosten bewegt man sich noch im unteren Preissegment. Günstiger sind Anhänger, welche sich mit normalen Fahrrädern ziehen lassen und bereits für weniger als 100€ zu erwerben sind, robustere Ausführungen finden sich ab ca. 300€

2013_Lastenradparade-0022014 stellte ein 50€-Zuschuss in der Region Salzburger Seenland sowie im Tennengau die einzige Fördermöglichkeit beim Ankauf eines Radanhängers im Bundesland Salzburg dar. Für 2015 ist aktuell keine Förderung von Landesseite geplant. Auf Bundesebene bietet klimaakiv mobil Fördermöglichkeiten für Lastenfahrräder in Höhe von max. 20% an, wenn dadurch ein positiver Umwelteffekt nachgewiesen werden kann. BürgerInnen der Stadt Salzburg erfuhren bisher keinerlei Unterstützung vonseiten der Stadt, wenn sie sich autounabhängiger machen wollten. Im Stadtbudget 2015 ist jedoch erstmals ein Fördertopf in Höhe von 5000€ vorgesehen, wobei noch unklar ist, wie die Fördermodalitäten aussehen werden.

„Wer Lastentransporte mit dem Fahrrad bewältigen kann, macht sich unabhängiger vom Auto und trägt zu einer Verbesserung des Klimas bei – sowohl in der Luft als auch auf der Straße.“, sagt fairkehr-Obmann Lukas Uitz, für den es ein Gebot der Stunde ist, den Erwerb von Transportfahrrädern und Anhängern auch von öffentlicher Seite stärker zu fördern.

fairkehr demonstriert Transportmöglichkeiten

Bei der diesjährigen Lastenradparade am 22. November werden verschiedene Fahrradtypen gezeigt, welche alle mit einer besonderen Last beladen werden, um zu 2013_Lastenradparade-001verdeutlichen, was alles ohne Auto transportiert werden kann. Geplant sind u.a. Möbel, Brennholz, Autoreifen, Liegestühle, Umzugskisten und eine Waschmaschine. Daneben fahren Familien mit Kindern und Musiker in den Rädern mit, die auch zum Personentransport bestens geeignet sind.

 

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