Worte zum fairkehrten Fest in Nonntal

Offener Brief an die BewohnerInnen der Nonntaler Haupstraße und Gäste am fairkehrten Fest

Am 21. u. 22. Juni haben wir gemeinsam die Nonntaler Hauptstraße zum Blühen gebracht. Über 15.000 BesucherInnen flanierten durch die radikal umgestalteten Straßen und konnten in ihr dadurch ungewohnte Qualität erfahren. Einen Ausführlichen Bericht mit vielen Bildern und Video findet sich hier.

Die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung haben wir nicht zuletzt der fruchtenden Kooperation mit den ansässigen Betrieben und den vielen Privatpersonen zu verdanken, die uns mit dem Verzicht auf die zahlreichen Parkplätze die Nutzung dieser erst ermöglichten. Auch das Umparken der PKW bis Samstag Morgen hat wunderbar funktioniert. Dafür möchten wir uns bei ihnen ausdrücklich bedanken.

Ein lebendiges Fest wie das fairkehrte Fest stößt nicht bei allen nur auf Wohlgefallen. Daher möchten wir uns auch bei all jenen bedanken, die sich eventuell durch die Lautstärke beim Auf- und Abbau irritiert gefühlt haben und trotzdem von einer Beschwerde abgesehen haben. Danke für Ihr Verständnis!

Am Samstag und am Sonntag konnten wir uns eindrucksvoll zeigen, wieviel Charm und Potential in Ihrer schönen Straße liegt. Wir haben demonstriert, wie Rasen statt Autos Begegnungs- und Freiräume für Menschen schafft und uns damit daran erinnert, dass Lebensqualität durchaus vor unserer Haustüre liegen kann, wenn wir den Raum zugunsten der Menschen und nicht vorwiegend zugunsten des mobilisierten Individualverkehrs gestalten. Wir haben auch gesehen, dass die Gestaltung der Straßen durchaus in unseren Händen liegen kann, wenn man an die Beteiligung vieler AnwohnerInnen denkt.

Aus diesen Überlegungen heraus sehen wir uns als handlungsfähige Individuen mit einigen Fragen konfrontiert:

  • Welche Qualitäten bietet meine Straße für Begegnungs- und Freiräume?
  • In welcher Form können diese Qualitäten umgesetzt werden und welche Ressourcen bietet das für ein wertvolles Zusammenleben?
  • Wo könnten in meiner Straße offene Räume geschaffen werden und bin ich bereit, die Konsequenzen in Form reduzierter Parkmöglichkeiten zu akzeptieren?

Wir wünschen Ihnen interessante Gedanken, spannende Nachbarschaftsgespräche und freuen uns als gemeinnütziger, überparteilicher Verein über Ihre Rückmeldung und die eine oder andere finanzielle Unterstützung für unsere Art der Bewusstseinsarbeit. Infos hier

Lukas Uitz
für das fairkehr-Team

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