fairkehrtes Fest brachte Nonntal zum Blühen

Ein Wochenende mit ca. 15.000 BesucherInnen, das den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

2014_fairkehrtesFest_NonntalerHauptstrasse-210Da wo sich sonst ein parkendes Auto nach dem anderen reiht, FußgängerInnen und RadfahrerInnen sich mit AutofahrerInnen um den befahrbaren Platz in der schmalen Straße ringen, hielt am Wochenende des 21. & 22. Juni 2014 das fairkehrte Fest Einzug, um den Charm und die Qualitäten der alten Nonntaler Hauptstraße für die Menschen sichtbar und erlebbar zu machen.

Den ganzen Bericht und Videos gibts hier zu lesen und anzuschauen.

 

fairkehrtes Fest wandert ins Nonntal

Parkbänke statt Parkplätze, Wiese statt Asphalt, Musik statt Lärm. Der Verein fairkehr macht am 21./22. Juni die alte Nonntaler Hauptstraße zur grünen Wohlfühlzone.

 

fairkehrtesFestAnkuendigungAm kommenden Wochenende findet in Salzburg zum bereits sechsten Mal das fairkehrte Fest statt. Nach Elisabeth-Vorstadt, Mülln, Lehen und Schallmoos begrünt der Verein fairkehr in Zusammenarbeit mit der Stadt Salzburg erstmals das Nonntal. Dabei werden Straßen, die normal stark vom Autoverkehr belastet sind, in atmende Orte der Begegnung und des sozialen und gesellschaftlichen Austauschs verwandelt. Als Stilmittel dienen echter Rollrasen, Parkbänke, Strohballen und Sträucher. Kinderspielflächen, Schanigärten, Infoständen und ein reichhaltiges Kulturprogramm mit zahlreichen lokalen KünstlerInnen für Jung und Alt runden das Fest ab. Auch die Sonntagsmesse findet bei Schönwetter auf der Wiese vor der Erhardkirche statt (10 Uhr)

Durch das vorübergehende Weglassen des motorisierten Verkehrs soll bewusst gemacht werden, welcher Gewinn entstehen kann, wenn das Auto aus unserem gesellschaftlichen Mittelpunkt rückt und eine untergeordnetere Rolle einnimmt.Der Verein fairkehr veranstaltet das Fest heuer erstmals in der alten Nonntaler Hauptstraße statt. Man bleibt damit dem Motto treu, jedes Jahr eine andere Straße zu bespielen.

Einmal mehr lädt fairkehr also zum Neu-Erleben einer stark vom Auto besetzten Straße ein, für die eine Metamorphose hin zu einer dauerhaften Lebensader durchaus möglich wäre.

Infos zum Fest, Ort und Programm

Standpunkt Mönchsberggarage

Mehr Stellplätze im Stadtberg födern nachhaltig den KFZ-Verkehr in der Stadt

Der geplante Ausbau der Mönchsberggaragen im direkten Salzburger Stadtzentrum um zusätzliche 650 Stellplätze steht im direkten Widerspruch zum im städtischen Verkehrsleitbild festgehaltenen Bestreben, den Anteil des Individualverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen langfristig zu reduzieren. In keinem Fall darf die ohnehin schon sehr hohe Attraktivität des individuellen Pendelverkehrs per Auto in oder durch die Stadt mit zusätzlichen Parkmöglichkeiten mitten im Zentrum weiter gesteigert werden.

Mönchsberggarage.jpgWir wünschen uns stattdessen einen langfristigen Verkehrsfahrplan im Sinne der Bevölkerung für die Salzburger Innenstadt. Dieser sollte eine generelle Verkehrsberuhigung der Altstadt zwischen Mönchsberg und Salzach und eine sukzessive Verlagerung der Parkmöglichkeiten vom Zentrum in die Außenbezirke der Stadt vorsehen. Durch öffentlichen Nahverkehr auf bevorzugten Trassen können die Menschen den Weg ins Zentrum schneller als bisher bewältigen, angezogen von der gesteigerten Attraktivität einer verkehrsberuhigten Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Nicht mehr benötigte Parkplätze in der Innenstadt können in der Folge rückgebaut und freiwerdende Flächen als Parks oder öffentliche Plätze umgewidmet werden.

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fairkehr bekommt neuen Vorstand

Ein sechsköpfiges Team bildet ab sofort die Vereinsspitze

Mit Ende des Jahres präsentiert sich der Vorstand des Vereins fairkehr mit neuen motivierten Gesichtern. Ausgestattet mit einem Mix aus kreativen Ideen und fachlicher Expertise, startet der Verein mit einem sechsköpfigen Vorstandsteam ins neue Jahr.

fairkehr_Vorstand

6 Köpfe für neue Energien und Ideen

Den neuen Vorstand bilden neben Lukas Uitz, der bisher gemeinsam mit Erik Schnaitl den Verein führte, ab sofort Ferdinand Hofer, Timo Kessler, Marlene Fuchs, Tobias Hofer und Duy Le Pham, wobei Lukas Uitz und Ferdinand Hofer als Sprecher fungieren. Als Auftakt organisierte das neue Team am 30. November den „Kauf Nix Tag“, bei dem Lebensmittel aus dem Müll u.a. von einem Nikolaus verschenkt wurden und damit aktionistisch unser Konsumverhalten hinterfragt wurde.

Lukas Uitz zur Vorstandserweiterung: „Ein größeres Team bedeutet auch einen größeren Ideen-Pool und viel neues Potential für zukünftige Aktionen.“ Der Verein wird weiterhin seinen Schwerpunkt auf verkehrspolitische Bewusstseinsbildung mit Interventionen im öffentlichen Raum kombiniert mit der Teilhabe am politischen Diskurs setzen.

„Wir sind alle voller Tatendrang und zuversichtlich, auch in Zukunft mit kritischen aber sympathischen Aktionen für öffentliches Aufsehen zu sorgen und damit der häufig trockenen Mobilitäts-Debatte frischen Wind zu verleihen.“ sagt Ferdinand Hofer, der sich in der Vergangenheit u.a. bei der Aktion „Offener Steg“ für die Freihaltung des Überfuhrstegs eingesetzt hat.

Erik Schnaitl zieht sich aus Vorstand zurück

Erik_privatNicht länger Teil des fairkehr-Vorstands ist unser langjähriger Wegbereiter und Vereinsgründer Erik Schnaitl. Er zieht sich in den Hintergrund zurück: „Die Aufbaujahre für fairkehr sind vorüber, der Verein hat sich parteiunabhängig und ganzheitlich in der Öffentlichkeit positioniert. Bei dieser spannenden Entwicklung maßgeblich mitgewirkt zu haben, war mir eine Freude und Ehre. Nun darf es neue Impulse im Verein geben, mit neuen “frischen” Menschen. Dafür mache ich Platz und verabschiede mich aus dem Vereinsvorstand um auf der “normalen” Vereinsmitgliederbank Platz zu nehmen.“